Willkommen bei Pinke: Aus Kontoauszügen wird eine Geldkarte
Ein Bankexport liest sich seltsam. Mein Sparkassen-Auszug kommt als PDF mit 23 Seiten. Die DKB-CSV hat mehrere hundert Zeilen und keine Summenzeile. Und ein guter Teil der Buchungen heißt so etwas wie ECOMM*XZL-4921, was mir nichts darüber sagt, was ich gekauft habe.
Ich wollte jeden Monat eine Frage beantworten: Was sind meine Fixkosten? Von Hand hat mich das etwa drei Stunden Zeilensortieren in einer Tabelle gekostet. Nach ein paar Monaten habe ich damit aufgehört, und nach ein paar weiteren habe ich Pinke geschrieben, damit es das Sortieren für mich übernimmt.
Die Kurzfassung
Du lädst einen Kontoauszug hoch, Pinke sortiert die Zeilen per Regeln in Kategorien, und du bekommst Diagramme und Berichte. Es gibt keine Tabelle zu pflegen, und die Regel, die diesen Monat deine Miete einsortiert hat, sortiert sie nächsten Monat genauso.
Die Tabelle, die zum Endgegner wurde
Pinke fing als eine einzige Tabelle an, in der ich aufgeschrieben habe, was reinkam und was rausging. Mit ein paar Kategorien und ein paar Summen sah das Chaos eine Weile lesbar aus.
Dann musste die Tabelle mehr Konten abdecken, die Kinder kamen in die Schule und brachten ihre eigenen Kosten mit, und mir fielen Abos auf, die ich abgeschlossen und vergessen hatte, die Sorte, über die ich später in Der stille Abfluss geschrieben habe. Die Miete stieg. Der Strom auch.
Die Tabelle kam langsam an ihre Grenzen. Läden änderten ihre Namen, also stand derselbe Supermarkt in zwei Schreibweisen drin. Eine Rückerstattung kam sechs Wochen nach dem Kauf, und kleine Gebühren tauchten an Stellen auf, für die ich keine Spalte hatte. Die Tabelle konnte eine Summe ausweisen, aber sie konnte mir nicht sagen, warum sich die Summe seit dem letzten Monat geändert hatte.
Jeder Monat wurde zum Aufräumjob. Ich habe ein System gepflegt, statt mein Geld zu verfolgen. Also habe ich mit dem Pflegen aufgehört und das Werkzeug geschrieben, das ich haben wollte.
Warum Pinke auf Regeln setzt
Die meisten Monate bestehen aus denselben Blöcken: Miete, Lebensmittel, Sprit, Abos, ein paar Stammläden und eine Handvoll Einmaliges. Die Arbeit besteht darin, konsistent zu bleiben, während sich die Details darunter verschieben.
Eine Regel ist eine Anweisung, die du einmal schreibst: Wenn der Text das hier enthält, pack es in jene Kategorie. Ich habe mich für Regeln statt Handarbeit entschieden, weil sie über die Zeit halten:
- Vorhersehbar: dieselbe Regel liefert jedes Mal dasselbe Ergebnis
- Transparent: du siehst, warum eine Buchung dort gelandet ist, wo sie gelandet ist
- Leicht zu korrigieren: wenn ein Laden seinen Namen ändert, bearbeitest du eine Regel statt 200 Zeilen
- Testbar: bevor du eine Regel speicherst, kannst du sie an deiner Historie laufen lassen und sehen, was sie erwischen würde
Pinke wendet Regeln in einer festen Reihenfolge an: zuerst deine eigenen Regeln, dann die Händler-Vorgaben, dann die eingebauten Systemregeln, dann eine Schätzung per Machine Learning. Was dann noch unklar ist, bleibt zur Prüfung liegen. Deine Regeln gewinnen immer. Die Regeln-Seite erklärt diese Reihenfolge unter „Wie Regeln funktionieren“.
Die längere Version mit mehr Beispielen steht in Regeln, die halten: Wie Pinke konsistent bleibt.
Dein erster Import
Sagen wir, du bist bei der DKB.
1. Datei hochladen. Öffne Kontoauszüge importieren. Unter Datei hochladen kannst du auf das Feld klicken oder deine CSV draufziehen. Pinke liest Exporte von Revolut, DKB, Sparkasse, Postbank, Vivid und Trade Republic, manche als CSV, manche als PDF.
Fehlt deine Bank, gibt dir der Button Prompt kopieren einen Textblock, mit dem du den Export in ChatGPT oder Claude umwandeln lässt. Deine Daten gehen dabei an diesen Dienst, und Assistenten machen Fehler, also prüf das Ergebnis, bevor du es hochlädst.
2. Analysieren. Deine Datei erscheint in einem eigenen Tab. Drück auf Analysieren, und Pinke läuft mit der Regel-Reihenfolge von oben über jede Zeile. Wenn es fertig ist, zeigt die Tabelle unter dem Tab neben jeder Buchung eine Kategorie.
3. Die Ausreißer korrigieren. Die meisten Zeilen landen richtig. Sagen wir, PAYPAL *KAFFEEROESTER über 18,90 € ist an der falschen Stelle gelandet. Öffne Regeln, klick auf Neue Regel und stell sie so ein: Text enthält KAFFEEROESTER, Kategorie Lebensmittel. Drück auf Regel an der Historie testen, um zu sehen, welche vergangenen Zeilen die Regel erwischen würde, dann auf Regel erstellen und noch mal analysieren. Ab jetzt landet jede Bestellung bei dieser Rösterei unter Lebensmittel.
4. Anschauen. Öffne Visualisieren. Die Diagramme haben alberne Namen, deshalb hier, was jedes davon zeigt:
- Die Flow-Mo-Show: Trends und Netto-Fluss
- Der Balanceakt: Einnahmen gegen Ausgaben über die Zeit
- Pie Hard: Ausgaben-Edition: wo das Geld hin ist, Stück für Stück
- Die Spur des Geldes: jede Buchung, neueste zuerst
- Die Abo-Falle™: jede Abbuchung, die eine Regel als wiederkehrend markiert hat, zusammengefasst nach Händler und Zeitraum, mit dem nächsten erwarteten Datum. Ab drei Vorkommen gilt ein Vertrag als etabliert.
- Depotübersicht: Käufe, Verkäufe, Reue
- Steuerübersicht: steuerrelevante Zeilen für das Jahr
5. Exportieren. Auf der Bericht-Seite filterst du deine Zeilen und hakst die an, die du haben willst. Drück auf Exportieren neben der Überschrift „Bericht“, wähl ein Format und einen Typ (Zusammenfassung, Rechnung oder Vermieter) und lad die Datei herunter. Wenn du dieselbe Ansicht öfter brauchst, sichere sie unter Vorlagen.
Nach dem ersten Monat schrumpft die Routine darauf, die neue Datei hochzuladen, auf Analysieren zu drücken und nachzusehen, was die Regeln daraus gemacht haben. Eine Regel, die du im März korrigiert hast, greift im April weiter, also wird das Aufräumen jeden Monat kürzer.
Dinge, die nicht in deiner Bankdatei stehen
Manches Geld läuft nie über ein Bankkonto. Auf Kontoauszüge importieren gibt es den Bereich Manuelles Konto. Drück auf Neues Konto und trag Bargeld, ein privates Darlehen oder einen Autokredit ein. Diese Zeilen erscheinen in deinen Diagrammen und Berichten neben den importierten.
Du kannst einer Datei auch einen Anfangsbestand über Kontostand setzen geben, damit die laufende Summe bei der richtigen Zahl startet.
Was mit deinen Daten passiert
Ich habe Pinke für meine eigenen Bankdaten gebaut, und mit deinen gehe ich genauso um.
- Keine Werbung
- Kein Tracking
- Keine Analytics
- Kein Datenverkauf
- Nur die Speicherung, die technisch nötig ist, etwa ein Session-Token
- Deine Uploads existieren, um dir deine eigene Auswertung zu zeigen
Du solltest auf deine Finanzen schauen können, ohne dich beobachtet zu fühlen. Falls ich jemals etwas baue, das über deine eigene Kontoansicht hinausgeht, etwa Muster über viele Nutzer hinweg vergleichen, frage ich dich vorher in klaren Worten, und du kannst es abschalten.
Was Pinke ist
Pinke nimmt PDFs, CSVs und seltsame Bezeichnungen und gibt eine Struktur zurück, die nächsten Monat und nächstes Jahr dasselbe bedeutet. Diese Konsistenz macht Veränderungen leicht erkennbar, und sie gibt dir Zahlen, über die du mit deiner Partnerin oder deinem Steuerberater reden kannst.
Ich baue weiter, von Bernau aus, kurz hinter der Berliner Stadtgrenze. Der Import sollte weniger Nacharbeit brauchen, und die Diagramme sollten lesbar bleiben, wenn die Daten wachsen. Wenn du einen Anwendungsfall hast, an den ich nicht gedacht habe, schreib mir. Pinke fing als etwas an, das ich selbst brauchte, und ich vermute, ein paar andere brauchen es auch.
Öffne Kontoauszüge importieren, wirf deinen letzten Kontoauszug rein und drück auf Analysieren. Dann schau, was die Regeln daraus gemacht haben, und korrigier die erste, die danebenliegt.
Häufig gestellte Fragen
Du lädst deinen Bankexport als CSV oder PDF in Pinke hoch und drückst auf Analysieren. Pinke sortiert jede Buchung per Regeln: zuerst deine eigenen Regeln, dann Händler-Vorgaben, dann die eingebauten Systemregeln, dann eine Schätzung per Machine Learning. Was dann noch unklar ist, landet in einer Review-Queue.
Ja. Pinke arbeitet mit den Kontoauszügen, die deine Bank dir ohnehin gibt. Du gibst keine Online-Banking-Zugangsdaten ein und verknüpfst kein Konto, sondern lädst einen CSV- oder PDF-Export hoch.
Pinke liest Exporte von Revolut, DKB, Sparkasse, Postbank, Vivid und Trade Republic, manche als CSV, manche als PDF. Für andere Banken gibt es den Button Prompt kopieren, der dir einen Textblock zum Umwandeln deines Exports mit einem KI-Assistenten gibt. Dabei gehen deine Daten an diesen Dienst, prüf das Ergebnis also vor dem Upload.
Nach der Analyse öffnest du die Ansicht Die Abo-Falle™. Sie fasst jede Abbuchung, die eine Regel als wiederkehrend markiert hat, nach Händler und Zeitraum zusammen, zählt die Vorkommen und zeigt das nächste erwartete Datum.
Nein. Keine Werbung, kein Tracking, keine Analytics, kein Datenverkauf. Pinke speichert nur, was technisch nötig ist, etwa ein Session-Token, und deine Uploads existieren, um dir deine eigene Auswertung zu zeigen.
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