Veröffentlicht 01.04.2026

Die finanzielle Informationslücke: Aus dem Kontoauszug eine Übersicht machen

Eine digitale Darstellung von Privatsphäre und Datensicherheit.

Mach deinen Kontoauszug auf. Was siehst du?

Eine Liste. Links das Datum, rechts der Betrag. In der Mitte Text wie PAYPAL *SPOTIFY AB 35314369001 oder KARTENZAHLUNG 04.03. REWE SAGT DANKE 123456.

Du weißt, dass Geld reingekommen ist. Du weißt, dass mehr Geld rausgegangen ist. Aber warum? Wofür? Seit wann?

Das ist die finanzielle Informationslücke. Deine Bank hat all deine Daten. Sie macht daraus nur nie eine Antwort. Also rätst du. 🤷

Warum ein unsortierter Kontoauszug nervt

Die Lücke kostet dich echte Dinge:

  • Du vergisst ein Abo, das du vor zwei Jahren nicht mehr genutzt hast.
  • Du hast keine Ahnung, was „Lebensmittel“ dich pro Monat kosten. Du hast nur ein Gefühl.
  • Zur Steuerzeit scrollst du durch hunderte Zeilen, um sechs davon zu finden.

Nichts davon ist schwer. Es ist nur langweilig. Niemand will 300 Zeilen von Hand sortieren.

Was Pinke mit der Liste macht

Pinke liest deinen Bankexport und gibt jeder Zeile einen Namen, den du ausgesucht hast. Aus KARTENZAHLUNG REWE SAGT DANKE wird Lebensmittel. Und dann malt Pinke das Bild.

Aktuell kann Pinke Exporte von Revolut, DKB, Sparkasse, Postbank, Vivid und Trade Republic lesen — CSV oder PDF, je nach Bank. Deine Bank ist nicht dabei? Auf der Upload-Seite gibt es einen Abschnitt namens „Bank nicht unterstützt? Konvertiere jeden Export mit deiner KI“. Dort bekommst du einen fertigen Prompt. Du fügst deinen Export in ChatGPT oder Claude ein, bekommst eine saubere CSV zurück und lädst die hoch. Kleine Warnung, und Pinke sagt das auch selbst: Deine Daten gehen an diesen KI-Dienst, und Assistenten machen Fehler. Schau dir die Datei an, bevor du sie hochlädst.

Durchlauf: Bring Pinke deine Bäckerei bei

Sagen wir, du kaufst jede Woche Brot. Auf dem Kontoauszug sieht das so aus:

04.03.2026   KARTENZAHLUNG BAECKEREI MOHN GMBH//BERLIN   -4,80 EUR
11.03.2026   KARTENZAHLUNG BAECKEREI MOHN GMBH//BERLIN   -5,20 EUR
18.03.2026   KARTENZAHLUNG BAECKEREI MOHN GMBH//BERLIN   -4,80 EUR

Drei Zeilen Rauschen. Räumen wir das einmal auf, für immer.

1. Datei hochladen. Geh auf /ingest. Du siehst ein gestricheltes Feld mit dem Text „Klicken zum Hochladen oder Drag & Drop“. Zieh deinen Export da rein.

2. Schau, was zurückkommt. Es erscheint eine Karte mit vier Zahlen: Bank, Zeilen, Tage, Saldo. Das ist dein Plausibilitätscheck. Wenn da 312 Zeilen stehen und dein Auszug 312 Zeilen hat: gut.

3. Sortieren. Klick auf Analysieren. Pinke wendet seine Regeln an und füllt die Kategorien.

4. Die Bäckerei korrigieren. Öffne eine der Bäckerei-Zeilen in der Tabelle. Ein Fenster geht auf, oben die Transaktion. Klick auf Erstellen, und du bekommst einen Satz zum Ausfüllen:

> Set group ______, category ______, subcategory ______, and tags ______

Füll ihn wie einen Satz aus. Gruppe Wohnen, Kategorie Lebensmittel, Unterkategorie Bäckerei.

5. Für alle gültig machen. Unter dem Satz gibt es einen Abschnitt Regelaktionen mit zwei Checkboxen. Beide sind erst mal aus. Das ist der wichtige Teil:

  • Auf ähnliche Transaktionen anwenden — korrigiert die Bäckerei-Zeilen, die du schon hast. Wähl ein Trefferfeld (Empfänger, Händler oder Beschreibung), und Pinke zeigt dir eine Vorschau, welche Zeilen sich genau ändern, bevor du zusagst.
  • Als zukünftige Regel speichern — merkt sich die Zuordnung, damit sich das Brot nächsten Monat von selbst einsortiert.

Beide anhaken. Dann auf Speichern klicken.

6. Datei behalten. Klick auf Speichern auf der Dateikarte, um die verarbeiteten Daten zu sichern.

Das ist die ganze Schleife: hochladen, analysieren, korrigieren, speichern. Du korrigierst einmal pro Händler, nicht einmal pro Transaktion — aber nur, wenn du diese Häkchen setzt. Sie sind standardmäßig aus, weil Pinke lieber fragt, als dir still und heimlich 40 Zeilen umzuschreiben.

Wo du danach hinschaust

Wenn deine Daten sortiert sind, werden die Seiten nützlich:

  • /visualize/sunburst — ein Ringdiagramm deiner Ausgaben. Der innere Ring sind die großen Gruppen, die äußeren Ringe schlüsseln sie auf. Klick auf einen Ring, um reinzuzoomen, und nimm die Buttons Gruppen / Kategorien / Unterkategorien, um die Tiefe einzustellen. Die Seite heißt Spenderellas Rad, und wenn du auf den Titel klickst, dreht es sich. Ja, wirklich. 🎡
  • /visualize — der Hub für den Rest. Die Kartennamen verraten die Stimmung: Die Flow-Mo-Show, Der Balanceakt, Pie Hard: Ausgaben-Edition, Die Spur des Geldes, Die Abo-Falle™, Prämien, Depotübersicht und Steuerübersicht. Die mit den Abos ist die, die wehtut.
  • /rules — alle Regeln, die du gemacht hast, in einer Liste, direkt neben den eingebauten Systemregeln. Neue anlegen mit Neue Regel. Jede Regel hat einen kleinen Lupen-Button, Regel an der Historie testen, der dir sagt, wie viele vergangene Transaktionen sie erwischen würde.
  • /merchants — Händler und ihre Aliase. Praktisch, wenn derselbe Laden in drei verschiedenen Schreibweisen auftaucht.
  • /report — filter deine Transaktionen und klick auf Bericht erstellen, um ein Dokument daraus zu machen.

Zu deinen Daten: die ehrliche Version

Viele Budget-Apps wollen, dass du dein Live-Bankkonto verknüpfst. Das heißt, einer Firma dauerhaften Zugriff auf alles zu geben, was du mit Geld machst — oft, damit sie dir ein Kreisdiagramm zeigen und eine Kreditkarte verkaufen kann.

Pinke macht das nicht. Es gibt keine Bankverbindung. Du exportierst selbst eine Datei und lädst diese Datei hoch. Du entscheidest, was Pinke sieht, und wann.

Aber bleiben wir genau, denn „privat“ wird gern locker verwendet: Pinke läuft auf einem Server. Wenn du einen Auszug hochlädst, geht diese Datei an den Server, wird dort verarbeitet und mit deinem Konto gespeichert. Sie wird nicht in deinem Browser verarbeitet. Wer dir etwas anderes erzählt, will dir etwas verkaufen.

Was Pinke verspricht, ist enger gefasst und überprüfbar:

  • Keine Analytics, keine Tracking-Cookies, keine Werbung.
  • Deine Uploads werden für eine Sache verwendet: dir deine eigene Auswertung zu zeigen.
  • Deine Daten werden nicht verkauft.
  • Du kannst sie löschen. Auf /me gibt es Alle Dateien löschen (behält dein Profil) und Alle Daten löschen.

Der letzte Punkt zählt am meisten. Ein Werkzeug, von dem du sauber weggehen kannst, ist eine andere Art von Versprechen als ein Werkzeug, das nur sagt „vertrau uns“.

Der Punkt

Du solltest kein Tabellen-Mensch sein müssen, um zu wissen, wo dein Geld hingeht.

Die Lücke ist nicht, dass die Daten fehlen. Du hast sie alle. Die Lücke ist, dass sich niemand die Mühe gemacht hat, sie lesbar zu machen.

Exportiere einen Kontoauszug. Lade ihn auf /ingest hoch. Nimm dir zehn Minuten, um deine regelmäßigen Händler zu benennen. Und dann schau aufs Rad und finde heraus, was du dieses Jahr wirklich für Brot ausgegeben hast. 🥐

Häufig gestellte Fragen

Wie kategorisiere ich meinen Kontoauszug automatisch?

Exportiere einen Auszug bei deiner Bank, lade die Datei bei Pinke unter /ingest hoch und klick auf Analysieren — Pinke wendet seine Regeln an und füllt Gruppe, Kategorie und Unterkategorie für jede Zeile. Stimmt eine Zeile nicht, korrigierst du sie einmal und hakst „Als zukünftige Regel speichern“ an, damit sich derselbe Händler nächsten Monat von selbst einsortiert.

Gibt es eine Haushaltsbuch-App ohne Kontozugriff?

Ja. Pinke hat gar keine Bankverbindung — du exportierst selbst eine CSV oder PDF und lädst diese Datei hoch, entscheidest also, was Pinke sieht und wann. Pinke läuft aber auf einem Server: Die Datei wird dort verarbeitet und gespeichert, nicht in deinem Browser.

Welche Banken kann Pinke einlesen?

Revolut, DKB, Sparkasse, Postbank, Vivid und Trade Republic, als CSV oder PDF je nach Bank. Fehlt deine Bank, gibt dir die Upload-Seite einen fertigen Prompt, um jeden Export mit ChatGPT oder Claude in eine saubere CSV zu verwandeln — dabei gehen deine Daten allerdings an den KI-Dienst, schau die Datei also vorher an.

Wie sehe ich, wofür ich jeden Monat mein Geld ausgebe?

Wenn deine Transaktionen kategorisiert sind, zeigt das Ringdiagramm unter /visualize/sunburst deine Ausgaben als Ringe — innen die großen Gruppen, außen die Aufschlüsselung — und ein Klick auf einen Ring zoomt hinein. Der Hub /visualize hat dazu Ansichten für Geldfluss, Saldo, Ausgaben, Abos, Depot und Steuern.

Wie finde ich alle meine Abos im Kontoauszug?

Importiere deine Auszüge und öffne auf dem Hub /visualize die Abo-Ansicht, dort „Die Abo-Falle™“. Sie zieht die wiederkehrenden Buchungen aus der Liste heraus, damit du siehst, was noch abgebucht wird, obwohl du es längst nicht mehr nutzt.

Verwandel deine Kontoauszüge in Erkenntnisse.